Mit deutlicher Kritik wenden sich Verbraucherschützer an Auskunfteien in Deutschland. Nach Erklärungen der Verbraucherschützer arbeiten Auskunfteien wie die Schufa oder Bürgel oft mit falschen Daten. Die fehlerhaften Daten haben für die Verbraucher gravierende Auswirkungen.

Zahlreiche Verbraucher haben in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Auskunfteien gemacht. So stießen knapp 50 Prozent aller Bürger, die sich für das Einholen einer Datenauskunft entschieden haben, auf veraltete oder auch falsche Informationen. Das ist das Ergebnis einer Internet-Umfrage, die durch den Bundesverband der Verbraucherzentralen vorgenommen wurde.

Von April 2010 bis zum April 2011 haben rund 1500 Verbraucher an der Umfrage teilgenommen. Frank-Christian Pauli, VZBV-Finanzexperte, betonte im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“, dass es auch weiterhin enorme Probleme bei den Daten der Auskunfteien gibt. In Bezug auf die Umfrageergebnisse unterstrich er, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Der VZBV zieht ein Jahr nach der neuen Auskunftsregelung für Auskunfteien eine enttäuschende Bilanz. Den Umfrageergebnissen zufolge haben fast 60 Prozent der Verbraucher die Antworten, die sie auf ihre Scoring-Anfragen erhalten haben, nicht verstanden. Obwohl der Gesetzgeber beschlossen hat, dass jeder Bürger eine kostenlose Datenauskunft erhalten kann, mussten 30 Prozent der Verbraucher für die Auskünfte zahlen. Die Schufa selbst stellt die Ergebnisse der aktuellen Studie jedoch in Frage und betonte, dass es an diesen vorwiegend Menschen teilnehme, die mit den Auskunfteien unzufrieden sind.