Die von der Sparkasse angekündigte Gebührenerhöhung für das Guthabenkonto wird nun vom Senat überprüft. Nach Aussagen von Wirtschaftssenator Harald Wolf soll überprüft werden, ob die Berliner Sparkasse ihrem Auftrag noch gerecht wird.

Von Seiten der Berliner Sparkasse wurde bestätigt, dass die Gebühren für Guthabenkonten erhöht werden sollen. Demnach sollen sie ab Oktober von bislang 3,50 Euro monatlich auf 8,00 Euro steigen. Harald Wolf, Wirtschaftssenator von Berlin, erklärte als Reaktion auf die Angaben des öffentlich-rechtlichen Instituts, dass überprüft werden müsse, ob der Auftrag der Sparkasse durch die Anhebung der Gebühren konterkariert wird.

Bei den Guthabenkonten handelt es sich um Girokonten, die von Seiten des Kontoinhabers nicht überzogen werden dürfen. Die Sparkasse ist dazu verpflichtet, diese Konten unabhängig von der finanziellen Situation des jeweiligen Kunden zu führen. Constanze Stempel, Sprecherin der Berliner Sparkasse, begründete den Schritt mit den Kosten, die durch die Kontoführung entstehen. Sie seien nach Aussagen von Stempel auch nicht durch Gebühren von acht Euro gedeckt.

Den Vorwurf, dass die Sparkasse die Armen zur Kasse bittet, wies Stempel zurück. Dagegen sprachen sowohl die SPD im Abgeordnetenhaus als auch die Berliner Linke von unsozialer Härte. Beide Parteien forderten die Sparkasse dazu auf, auf die angekündigte Erhöhung zu verzichten.